Holz oder Metall, Natur oder Elektronik?

Jugendtechnikschule ermöglicht es, Berufe unverbindlich auszuprobieren

Graben-Neudorf (art) "Ready - steady - go! Auf die Plätze, fertig los!" so heißt der Tag in der Pestalozzischule in Graben-Neudorf, wenn es um die Information über Ausbildungsberufe geht. "Diesen Tag haben wir zusammen mit der JugendTechnikSchule und dem Unternehmen SEW Eurodrive erweitert für Schüler, die mehr über technische Berufe erfahren wollten", sagen Carsten Dietrich und Sandra Geißler, Lehrer dieser Schule. So konnte eine Schülergruppe an vier Tagen zusammen mit Auszubildenden bei SEW Eurodrive verschiedene Berufsfelder aus diesem Unternehmen erleben. Bürgermeister Christian Eheim war bei seinem ersten Kontakt mit der JugendTechnikSchule voll des Lobes über den praxisorientierten Ansatz. "Hier können die Schüler frühzeitig grundlegende Erfahrungen machen, die ihnen bei der Berufswahl sicher helfen werden", sagte er. Die Schüler zeigten reges Interesse, bestätigten die nur wenig älteren SEW-Auszubildenden, die ihnen auf Augenhöhe die Berufe nahe brachten durch einfache Tätigkeiten und Übungen. "Wichtig war uns, dass die Schüler auch etwas herstellen, das sie nachher mit nach Hause nehmen können und das eine nutzbare Funktion hat", sagte Markus Süß verantwortlich für die Ausbildung bei SEW in Graben-Neudorf. "Ziel war es, bei den Jugendlichen die Lust auf Technik und handwerkliches Arbeiten zu wecken." Die Jungs waren sehr motiviert, so dass auch die Termine am Freitagnachmittag kein Hindernis waren. An den vier Tagen der JugendTechnikSchule lernten sie die Bereiche Product Design (mit CAD), Elektronik, Mechanik und Pneumatik kennen. Die Schüler konnten einfache Pneumatik-Systeme selbst zusammenstellen und Werkstücke fertigen.

SEW Eurodrive hat rund 250 Auszubildende in Bruchsal und Graben-Neudorf und gewährleistet eine intensive und gründliche Ausbildung durch die entsprechende Infrastruktur eines eigenen Ausbildungszentrums.

Mit der JugendTechnikSchule, von der Regionalen Wirtschaftsförderung (WFG) organisiert und von der Musik- und Kunstschule Bruchsal (Muks) pädagogisch begleitet, erhielten bisher zahlreiche Jugendliche aus weiterführenden Schulen in der WFG-Region, Einblicke in diverse Unternehmen und Berufsbilder. Dabei ging es um Berufe wie Landschaftsgärtner, Mechatroniker oder Holz- und Metallbearbeitung. Die JugendTechnikSchule bietet den Schülern die Möglichkeit, Berufe konkret auszuprobieren. Firmen hilft sie, talentierte und interessierte Auszubildende zu finden, die man dann auch im Unternehmen halten kann.

Die Kurse der JugendTechnikSchule stellen ein Zusatzangebot zum normalen Berufsorientierungsunterricht dar. Sie finden üblicherweise in Firmen statt, um ein authentisches Berufsbild vermitteln zu können.

Die Stiftung der Volksbank Bruchsal-Bretten sowie die Bruchsaler Bildungsstiftung unterstützt dieses Projekt ebenso wie die Agentur für Arbeit. Mitmachen können alle Schulen und Firmen im WFG-Einzugsgebiet. Die Kurse sind für die Schüler kostenfrei. Für weitere Informationen können sich Interessierte an die Projektleitung der JugendTechnikSchule Wirtschaftsregion Bruchsal wenden, Nicole Burg. E-Mail: nicole.burg@wfg-bruchsal.de

Quelle: JugendTechnikSchule